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CeBIT 2009
Zusammen mit anderen bayerischen Regionen hat auch der Bayerische Untermain seine Visitenkarte auf dem weltweit wichtigsten IT-Marktplatz – der CeBIT – abgegeben. Obwohl die Messe 2009 mit weniger Ausstellern und weniger Besuchern deutlich unter der Rezession litt, hat sie ihre Funktion als Barometer der IT-Industrie und Plattform für die Präsentation neuer Trends wieder erfüllt. So konnten nicht nur Fachbesucher, sondern auch Berichterstatter aus aller Welt ebenso wie viele Politiker einen Eindruck von der Dynamik der Branche erhalten. Auf dem bayerischen Gemein-schaftsstand konnten wir beispielsweise Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg und Bayerns Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider begrüßen.
Wer erwartet hätte, dass das Schlagwort „Green IT“ als Marketing-Gag bald wieder verschwinden würde, sieht sich getäuscht: mehr denn je spielt Energiesparen bei der Unternehmens-IT eine Rolle. Die größten Einsparpotenziale werden dabei einerseits bei der Klimatisierung und andererseits bei einer besserern Ausnutzung der Standardserver (Stichwort „Virtualisierung“) gesehen.

Wie auf einigen Messeständen auf der CeBIT zu sehen war, kann mit ausgefuchster Technik wie z. B. der Trennung von Warmluft- und Kaltluftströmen viel Energie eingespart werden. Innovative Lösungen wie die Kühlung von Rechenzentren durch Brunnenanlagen hat dabei die Karlsteiner bit GmbH vorgestellt.
Innovationsimpulse kommen auch aus der Tatsache, dass der „normale“ PC-Anwender die Kapazitäten seines Gerätes meist nur zu kleinen Teilen nutzt. Auf der CeBIT waren also neben dem energieoptimierten Standard-Rechner auch der abgespeckte Einfach-PC für Schul- und andere Anwendungen ebenso zu sehen wie die „elektronische Steckdose“. Mit letzterer ist der moderne Mensch per Laptop oder Terminal in der Lage, Verbindung zu seinen in einem Netzwerk ausgelagerten Daten und Programmen herzustellen. Bei diesem „Cloud Computing“ sind also große Teile von Hard- und Software nicht mehr beim Nutzer vorhanden, sondern werden kostengünstig angemietet.
Auffällig war für die CeBIT-Besucher auch, welch großen Raum inzwischen auch die e-Government-Lösungen einnehmen – offensichtlich denkt der Staat heftig darüber nach, ob sich nicht Effizienz-Gewinne durch verstärkte Nutzung des Internets erzielen lassen. So stehen nicht nur die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, des elektronischen Personalausweises, sondern auch das elektronische Nachweisverfahren für gefährliche Abfälle vor der Tür bzw. sind bereits beschlossen.
