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CeBIT 2010
Connected Worlds, vernetzte Welten, lautete das Motto der CeBIT 2010. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine intakte und schnelle Internetverbindung. Was in Ballungsräumen heute längst bezahlbare Realität ist, scheint für entlegenere, unterversorgte Regionen heute immer noch wie Science Fiction. Auf der Broadband World wurde deutlich, dass eine flächendeckende Breitbandabdeckung aber Voraussetzung für vernetzte Anwendungen in den ver-schiedensten Bereichen ist. Nur gemeinsam können Wirtschaft und Politik die Breitbandent-wicklung zu einer echten Erfolgsgeschichte machen. Die Messe verdeutlichte, dass alle Technologien und Anbieter zum Einsatz kommen müssen um die Potenziale bei der Breitbanderschließung zu nutzen.
Brille aufsetzen und staunen: Auf der CeBIT 2010 zeigten verschiedene Aussteller die Möglichkeiten von 3D und bewiesen, dass diese Technologie für die verschiedensten Wirtschaftszweige interessant ist. Von der Polizei und der Feuerwehr, der Medizintechnik, dem Bildungswesen, der Architektur, der Filmindustrie über die Automobilindustrie und dem Versicherungswesen –3D wird sich in Zukunft in vielen Wirtschaftszweigen etablieren.
Vorbei sind die Zeiten einer Telefonanlage, die fünf oder mehr Jahre unangetastet, unfehlbar an einem Standort innerhalb des Unternehmens ihren Dienst verrichtet hat – Unified Communication hat mittlerweile Einzug gehalten. In den letzten Jahren haben sich die Kommunikationsmöglichkeiten gravierend erweitert. Neben der klassischen Telefonie und Faxüber-tragung haben sich mobile Sprachtelefonie, Video-Konferenz, E-Mail, Instant-Messaging oder SMS als weitere Kommunikationsmittel etabliert. Wie die Aussteller in diesem Jahr veranschaulichten besteht der Trend darin, die gesamte Kommunikationsvielfalt unter einer durchgängigen Anwendungsumgebung zu integrieren und zu automatisieren.
Ganz neu ist das Konzept nicht mehr – schon auf der CeBIT 2009 spielte das Thema Cloud Computing eine Rolle. Auch auf der CeBIT 2010 gehörte Cloud-Computing zu den heißen Themen der Unternehmens-IT. Glaubt man den Verheißungen der Anbieter, können Unter-nehmen in mehrfacher Hinsicht von Cloud Computing profitieren. So ließen sich die neuen Dienste nahezu unbegrenzt skalieren und rasch an veränderte Anforderungen anpassen. Über eine verbrauchsabhängige Abrechnung der unterschiedlichen Services könnten Kunden Fixkosten reduzieren. Die Vision der Anbieter: IT wird zum Gebrauchsgut wie Wasser oder Strom.
Business-Intelligence-Systeme sind insbesondere in Krisenzeiten gefragt, wie die Messe bewies. In wirtschaftlich schwierigen Situationen müssen Unternehmen Informationen über Kunden präzise auswerten können, um rasch auf Veränderungen zu reagieren und Potenziale zu nutzen. Viele bisherige Lösungen zielen auf die Unterstützung der Finanzfunktion, die Konsolidierung oder Unterstützung der strategischen Management-Prozesse ab. Der Trend jedoch geht zu einer breiten Abdeckung verschiedenster Aufgaben im Management – immer breitere Produktsuiten sind das Ziel.
Tausende Kriminelle auf der ganzen Welt arbeiten an immer neuen Möglichkeiten, um verwundbare Stellen in Netzwerken, Betriebssystemen, Applikationen und mobilen Endgeräten zu finden und auszunutzen. Ihr Ziel ist es, Kreditkarten-Informationen und andere empfindliche Daten zu stehlen, Computer für illegale Aktivitäten zu missbrauchen, Mailboxen mit Spams zu überfluten und dem Ruf des Unternehmens zu schaden. In diesem Jahr zeigte die Messe Möglichkeiten auf, um das gesamte Unternehmens-Netzwerk zu schützen. Verschiedene Maßnahmen zum Schutz sind notwendig: Von der Installation der Antiviren-Software auf Internet-Gateways und Workstations, aber auch auf Mail- und Datei-Servern, bis zur Kontrolle der mobilen Anwender, bis zur Kontrolle der mobilen Anwender, um nur einige zu nennen.
Erledigungen bei Behörden und das Ausfüllen von Formularen kosten Zeit und Geld – E-Government heißt die Lösung. ELSTER und ELENA zur Übermittlung von steuerrelevanten Daten per Knopfdruck sowie das elektronische Abfallnachweisverfahren sind der Anfang – in Zukunft werden wir immer öfters mit E-Government konfrontiert werden. Um auch die Bevölkerung hierauf vorzubereiten, wurde in diesem Jahr der Fokus auf den neuen elektro-nischen Personalausweis und seine Einsatzmöglichkeiten gelegt. Neben der herkömmlichen Funktion als Sichtausweis mit Lichtbild und gedruckten Personaldaten, bietet er Funktionen zum sicheren elektronischen Identitätsnachweis, sowie die Möglichkeit, den Ausweis als qualifizierte elektronische Signaturkarte einzusetzen. Somit sind z.B. KFZ-Anmeldungen oder Versicherungsabschlüsse ein „Klacks“ – einfach ins Internet gehen, die entsprechenden Formulare ausfüllen, mit dem Personalausweis unterschreiben und mit einem Klick die Daten abschicken.
