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9. November 2011 "LTE - schneller im Internet mit der neuen Mobilfunktechnik"

Der neue Mobilfunkstandard LTE (LongTermEvolution) ist gut dazu geeignet, Lücken in der Breitbandversorgung zu schließen. Als Allheilmittel kann LTE dennoch nicht dienen, weil die Leistungsfähigkeit immer dann leiden kann, wenn viele User gleichzeitig die Funk-Wabe nutzen und/oder große Datenpakete (beispielsweise Filme) empfangen bzw. verschickt werden. Dies ist das Fazit einer Diskussion im IT-Netz Bayerischer Untermain mit Dr. Bernd Sörries, Geschäftsführer der Forschungsstelle für Mobiles Breitband am ITM bei der Universität Münster, am 9. November in der IHK-Geschäftsstelle.

Ein vollständiger Ersatz von Kabeln durch Funknetze, so Sörries, sei deshalb unsinnig. An die Leistungsfähigkeit insbesondere von Glasfaserkabeln komme LTE aus den genannten Gründen nicht heran. LTE werde dennoch künftig eine wichtige Rolle spielen, weil Glasfaserkabel aus Kostengründen sicher nicht in jeden Winkel der Republik verlegt werden könnten. Mobilfunk müsse dann die drahtgebundene Kommunikationsinfrastruktur ergänzen.

Den Gemeinden riet Sörries, auf jeden Fall bei allen Tiefbaumaßnahmen Leerrohre für Glasfaserkabel mit zu verlegen, um später alle Optionen für die Breitbandversorgung nutzen zu können. Aus vielen Diskussionsbeiträgen ging hervor, dass die großen Telekom-Anbieter nur dann ins Glasfasernetz investieren, wenn ausreichend Nutzer einen Return on Invest garantieren. Einige Gemeinden gehen deshalb dazu über, ergänzend – sozusagen hybrid – ein eigenes Netz dort zu verlegen, wo es die Marktführer nicht tun.

Einigkeit bestand in der Einschätzung, dass eine leistungsfähige Breitbandversorgung künftig ebenso Teil der Erschließung sein werde wie die Straße und die Wasserversorgung. „Gemeinden können ihre Attraktivität nur steigern, wenn sie permanent in leistungsfähige Breitbandnetze – ob Kabel oder Funk – investieren“, sagte Sörries. Die Diskussion zeigte allerdings auch, dass es noch unklar ist, wer letztlich die Kosten für diese Investitionen zu tragen haben wird – eine rechtliche Grundlage für eine Umlage wie bei Straßen gibt es nämlich nicht.

LTE, ist als zukünftiger UMTS-Nachfolger zu sehen, der mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde deutlich höhere Downloadraten erreichen kann.

Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE werden Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen werden können - so Dr. Bernd Sörries von der Forschungsstelle für Mobiles Breitband der Universität Münster am 9. November bei einer Diskussion mit dem IT-Netz Bayerischer Untermain.

Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE werden Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen werden können – so Dr. Bernd Sörries von der Forschungsstelle für Mobiles Breitband der Universität Münster am 9. November bei einer Diskussion mit dem IT-Netz Bayerischer Untermain.

Vortrag LTE

Download vortrag_soerries.pdf - 533 kB

 
 

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